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2010/12/17

[Platten] Reseda - When Life And Art Collides

ImageReseda sind wieder da. Kann sich noch jemand an die symphatischen Schweden und ihre 2007er EP The Piano Session erinnern? Ja? Nein?. Egal. Bereits im Mai ist ihr zweiter Output über Radar-Music erschienen, ein Album, das auf den Namen When Life and Art collides hört.
Schwermütige und spärliche Klänge regierten die damalige EP. Im Jahre 2009 gewinnen die fünf Jungs mit ihrer Musik zwar immernoch keinen Comedycontest, insgesamt sind die Songs in ihrer Grundstimmung hoffnungsvoller und beschwingter geworden.  Der Opener Embrace me noist herrlichst um die Ecke. Das schöne Faceless hätte durchaus auch Platz auf der EP finden können, allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt an dem sich eine breite, getragene Trompete in die Gehörgänge schmeichelt.

"Yesterday is for losers. I'm not one of them." singt das Sängerduo Hartig/Lindquist, nehmen es aber mit ihrer Aussage bezüglich ihrer Musik zum Glück nicht so genau. Reseda, die unter anderem auch mit Phoenix und José Gonzales um die Konzerthallen gezogen sind, haben ihren Minimalismus glücklicherweise nicht verloren. Doch gehen sie noch ein Schritt weiter, anstatt sich auf das Klavier zu beschränken, kommen auch schon mal eine schräge Geige oder ein Gitarrensolo (bitte hierfür ganz besonders Sleep beachten) zum Einsatz.

Reseda has got big hopes for 2009, schreiben sie auf ihrem Promozettel. Treffender kann man ihre Musik übrigens nicht beschreiben. Sicherlich kein Album für die brüllende Mittagshitze, die Lieder zünden eher an lauen Abenden, wenn auch nicht unbedingt den Grill an.
www.myspace.com/resedaarmy

VÖ: 24.05.2009 auf Comet Records / Radar

2010/12/16

[Platten] Reseda - The Piano Session EP

ImageDer Blick schweift aus dem Fenster. Januarnebel hüllt Schornsteine in Vergessenheit. Temperaturen unter Null. Der Sommer war nie weiter weg als zu diesem Zeitpunkt. Über allem surrt Reseda. "The Piano Session". Ein idealer Soundtrack für tiefste Nacht.


Die Nordschweden veröffentlichen zum ersten Mal ausserhalb Schweden. Die 3-Track EP bietet ihrem Namen entsprechend Klaviergerüste über sehnsüchtigem Gesang.

Hin und wieder setzt ein dezentes Schlagzeug ein. Minimalismus pur. Entfernt klingen die Skandinavier wie ein Mischung aus Muse und den Eels. Zwar klingt gerade der Opener "Cigarette Burns" mit Textzeilen wie "I froze ten miles from the fire" wie ein musikalischer Abgesang an das Leben, doch bildet "Hands held tight" trotz ähnlicher Stimmung den perfekten Gegenpol. "April kiss the ground and melted snow away".
Da brechen Knospen auf, Vögel singen. Unglaublich.

Der erste Vorgeschmack von Reseda macht definitiv Lust auf mehr. Vielleicht hört man in Zukunft noch mehr als diese knappe Viertelstunde voller Hoffnung und Leid. Wäre wünschenswert.

VÖ: 20.01.2008 auf Comet Records