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2010/12/18

[Platten] Skullboogey - III

Image Oben im Taunus braut sich was zusammen. Da drückt eine Wolke auf Deutschland, die definitv mehr Substanz als irgendwelche Flugverbot- und Vulkanausbrüchegerüchte. Absolut unschädlich (bei zu lautem Genuss, gehts logischweise auf die Ohren) und wesentlich cooler. Urheber dieser Wolke sind übrigens Skullboogey aus der Nähe von Wiesbaden. Die Wolke bezeichnen wir mal als Album III.

Zwar hat Kollege Balschukat schon den Vorgänger Dead$Sold für Benzol rezensiert, an mir ist das Schaffen von Skullboogey bisher eher spurlos vorbeigegangen. Umso überraschter war ich, als ich III in den Player hievte und das Teil eigentlich nur mit ganz wenigen Adjektiven beschreiben kann. Cool (ja, so mit Unterhemd, Gelfrisur und Sonnenbrille) und fett (nicht im körperlichen Sinne).

Die Mucke macht Druck und ist ziemlich heavy ohne gleich mit ekligen Metalallüren anzukommen. Die Gitarren sind fett (ha, da isses ja wieder) produziert und Sänger Stefan Wendling erledigt seinen Job auch ziemlich gut.

Wenn ihr also mal wissen wollt, was der Grünert unter fetter bzw. cooler Musik versteht, der surft am Besten gleich mal auf der Bandpage vorbei. Soll man ja kaum glauben, dass sich solche Bands in der Region rumtreiben. Schnörkellos gute Musik, bei der man den Job eines Musikredakteurs doppelt zu schätzen weiß.
 

www.skullboogey.de

VÖ: 25.05.2010 auf FNR/Cargo

2010/12/16

[Platten] Skullboogey - Dead&Sold

ImageNeu-Anspach wird nicht jedem Leser etwas sagen. In dieser hessischen Kleinstadt in der Nähe von Bad Homburg haben sich jedoch unter den 15.000 Einwohnern vier Musiker gefunden und sich dazu entschlossen mal etwas anderes als Dorfkapellenmusik zu machen. Eine gute Entscheidung, wie es Skullboogey mit „Dead $ Sold“ unter Beweis gestellt haben.

Im Großen und Ganzen fahren Skullboogey eine sehr ordentliche Rockschiene: Druckvolle Gitarrenriffs gepaart mit einer sehr abwechslungsreichen und düsteren Stimme von Sänger Stefan, der nebenbei noch für die Texte und eine der beiden Gitarren zuständig ist. Erinnert irgendwie an Wüstenrock, kommt jedoch durchweg bodenständig und unverwechselbar daher.

Auf ihrem zweiten Album nach „Life is a pity“ präsentieren die Hessen auf 10 Tracks ihre musikalische Vielfalt, die auch nach knapp 40 Minuten nicht an Eigenständigkeit einbüßt. Während man bei Liedern wie „Love war“ oder „Dead $ Sold“ ordentlich auf den Hardrockschinken klopft, zeigt man bei dem genialen „Another fool“, dass man auch die ruhigen Töne beherrscht. Letzteres ist meiner Meinung nach auch das eindrucksvollste Stück der Platte.

Musikalische Vergleiche fallen mir eigentlich schwer. Jedoch dürfte Skullboogey für Sympathisanten von Black Label Society durchaus interessant sein. Wem solche Musik zusagt, der dürfte mit dem Kauf von „Dead $ Sold“ generell nichts falsch machen.