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2012/08/31

[Platten] Meursault - Something For The Weakened

Neil Pennycook, Mastermind und Sänger von Meursault, ist zwischen dem ganzen Touren dazu gekommen das mittlerweile dritte Album seiner Band zu komponieren und einzuspielen. Nachdem ich mich in das 2010 erschienene Debüt "Pissing on Bonfires / Kissing with tongues" verliebt hatte, war es mir nun eine ganz besondere Freude dieses Album im Briefkasten liegen zu haben.

Die damals erwähnte Genreschublade namens "Folktronica" ist auch im Jahre 2012 noch Programm. Doch geht es auf "Something for the weakened" wesentlich reduzierter zu. So ist etwa der Opener "Thumb" eine Ballade deren Instrumentierung gerade mal mit einer Geige und Gitarre auskommt. Schlagzeug, Banjo und Cello bilden die Grundlage für ein atmosphärisch dichtes Album. Wer einen derart charismatischen Sänger wie Pennycock am Mikrofon hat, der hat eben einfach Glück und braucht nicht viel Schnörkel um auf sich aufmerksam zu machen.

Die Grundstimmung der 10 Songs pendelt zwischen Melancholie und Traurigkeit, doch auch hoffnungsvolle Songs ("Dull spark") verirren sich und tun Gutes. Darüberhinaus zeigen die Schotten, dass sie den Bombast beherrschen. So knallt uns das Monster "Dearly Distracted" ein zweiminütiges Solo vor den Latz.

Also. Besorgt euch das Album und verschönert euch den kommenden Herbst.




www.meusaultmusic.com

VÖ: 05.10.2012 auf SongByToad / Essential


2010/12/18

[Platten] Meursault - Pissing On Bonfires / Kissing With Tongues

Image Das neue Album Pissing on bonfires / Kissing with tongues der schottischen Band Meursault wird in deren Heimat mit Spannung erwartet. Hierzulande dürften die Jungs eher unbekannt sein, was sich mit dem vorliegenden Album ändern könnte. Quatsch, ändern sollte.

Was erwartet uns also auf dem Album mit dem schrägen Titel? Der Opener Salt Pt.1 eröffnet mit glitzernden Effekten, um dann im fiesesten und gleichzeitig tollsten Drumcomputer der letzten Jahre zu münden. Darüber legt sich mit viel Halleffekt die Stimme von Neil Pennycook, die auch durchaus als Symbiose von John Fruiscante und Kele Okereke durchgehen könnte.

Eine interessante Mischung liefern sie da ab. In "The Furnace", dessen Hintergrundmelodie aus der digitalen Feder der Crystal Castles entsprungen sein könnte, mischt sich ein Banjo, das dem ganzen Elektrozeugs ordentlich paroli bietet. Sie selbst nennen es Folktronica, was ich jedoch erst mit dem vierten Song, passenderweise Salt Part 2 genannt, ohne Probleme entschlüsseln kann.

Prescht das erste Drittel der Platte noch in bester Friday-Night-Dancing-Manier nach vorne, drosseln die Schotten später das Tempo. Sperren den Gesang gerne noch ein bisschen weiter in die Hallhöhle und lassen auch schonmal ein Akkordeon vor sich hin melancholieren. Akkustikgitarren, Spielautomatengeplucker und ganz viel Einfühlsamkeit. All das hat dieses Album zu bieten. Da kommen die klassischen Folksongs, wie etwa A small stretch of land beinah langweilig daher.

Da bin ich ernsthaft überrascht. Fernab jeglicher Hypeberechnung kommt diese Band daher und spielt sich in mein Herz. Toll.

www.myspace.com/meursaulta701

VÖ:12.11.2010 auf Popup - Records / Cargo Records