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2013/05/12

[Platten] The Prosecution - At The Edge Of The End

Es ist immer wieder eine Freude diverse Bands über mehrere Jahre aus der Ferne zu supporten und wachsen zu sehen. So etwa die achtköpfige Skacore - Truppe von The Prosecution. So begann meine persönliche Geschichte mit der Band im Jahre 2007. Da wurde mal locker-flockig eine EP rausgehauen, die es qualitativ mit den Größen des Genres aufnehmen konnte. 2010 folgte dann das erste Album namens Droll Stories , das die Stärken der "Move on" - EP aufgriff und rundum professionell entlang des Weges kam.

2013 erscheint nun der zweite Longplayer namens "At the edge of the end". Die Jungs sind mittlerweile bei Long Beach Records Europe untergekommen und dort auch gut aufgehoben.

Und so verwundert es nicht, dass nun auch die Szene aus Übersee auf die Jungspunde aufmerksam wird, was sich etwa in "Learning Life" mit einem Feature von Dicky Barret (The Mighty Mighty Bosstones) wiederspiegelt. Einem Song, der durch das Mitwirken des Sängers zur einer Mischung aus Hommage und Original mutiert.

Doch auch der Rest des Albums muss sich nicht verstecken. Songs wie "Sofa Spuds" und die Videoauskopplung "Ironic Phases" geben kräftig Gas und zeigen den Skacore von seiner schönsten Seite. Insgesamt geht es härter ("Falling" mutiert für ein paar Sekunden zu einem echten Hardcore-Song") und einen Ticken weniger abwechslungsreich als auf dem Vorgänger zu. Nichtsdestotrotz merkt man "At the edge of the end" eine gewisse (wohltuende) Routine an.

Wie auch beim Vorgänger gilt, wer die Kombination von harten Gitarren und Trompeten mag, der kommt nicht um "The Prosecution" herum.

www.the-prosecution.com

VÖ: 24.05.2013 auf Long Beach Records / Broken Silence


2010/12/18

[Platten] The Prosecution - Droll Stories

ImageIm Winter 2007 veröffentlichten The Prosecution ihre EP Move On. Feinster Skacore aus der bayrischen Provinz. Die sechs Songs gefielen mir damals auf Anhieb. Jetzt melden sich die acht Jungs zurück mit ihrem ersten Album zurück. Droll Stories, 14 Songs, die nahtlos an die EP anknüpfen.

Mit The Drool leitet uns ein schon fast hymnenhaften und mittelalterlich wirkendes Trompeten- und Orgelintro in den ersten Song des Albums. Der hört auf den Namen Band of brothers und erinnert thematisch an To the city von der EP. Musikalisch gehts gleich richtig los, Vollgaspunk und Bläser erfreuen den Hörer.  The wrong track ballert ähnlich schnell los. Top of the pops setzt ein Klavier ein, das in kürzester Zeit von der Bläserfront buchstäblich weggeblasen wird.

Our kind of art, zu dem es auch ein recht originell gemachtes Video gibt, ist sowas wie die Partyhymne des Albums. Worship
kommt easy zurückgelehnt mit Frauenchor daher. Das Eröffnungsriff von Pimp my girl könnte auch von Wolfmother stammen. Die "Powerballade" The Spirit dagegen eher von einem Dropkick Murphys Album ausgeliehen sein.

Was soll uns dieses Review sagen? Ganz einfach, musikalisch geht es hier extrem abwechslungsreich zur Sache. Alle die auch nur entfernt etwas mit Ska, Punk und deren Verbindung anfangen können, sollten hier reinhören. Einzig und allein die doch recht pubertären Texte übers Ficken und den Alkohol hätten sich The Prosecution sparen können. Wenn man nicht so genau zuhört, tun die Lyrics dem Album aber keinen Abbruch.

Skacore aus Abensberg, ja Benzol mag euch und zwar sehr.

www.the-prosecution.com


VÖ: 18.06.2010 auf Fatsound

2010/12/16

[Platten] The Prosecution - Move On

ImageZugegeben. Vorerst war ich doch recht skeptisch was The Prosecution angeht. Nehmt es mir nicht übel. Eine Band aus einem bayrischen Provinzkaff, die auch noch auf jede passende oder unpassende Art und Weise den Namen ihrer Heimatstadt rausposaunt ist nicht wirklich neu und originell. In Zeiten, in denen an jeder Bushaltestelle "Blabla ist die Macht" mit Edding geschrieben steht oder jeder Hansel den Namen seines Viertels in dicken Lettern auf der Brust trägt, löst solcher Lokalpatriotismus eher ein müdes Gähnen aus

Skacore machen se also. Schaun, oder vielmehr, hören wir mal. "The Story of Mickey Spillane" geht, wenn man mal das her schulenglische Intro ausser acht lässt, direkt nach vorne. Guter, klassischer In-Die-Fresse Punk mit Bläsersätzen und Hardcore-Chören. Alter Schwede. Da lacht das Herz in Anbetracht der bevorstehenden Festivalsaison.

Herrlich. "To the city" ist die in Offbeat und Percussion gekleidete (wirklich gelungene) Hymne an die Heimatstadt. "Duchess of rudeness" stapft vier Minuten durch die musikalische Geschichte... The Clash, Rancid, Mighty Mighty Bosstones. Alle da. Der "Diaspora Song" schlägt in die gleiche Kerbe. Beim kritischen "Level Zero Society" darf dann auch mal die Gitarrenfraktion mit einem ordentlichen Gitarrensolo beweisen, was sie drauf hat. Der Titelsong kommt schließlich noch so locker flockig im Offbeat daher, das automatisch Badeseestimmung herrscht.

Fettes Ding. Zu allem Überfluss ist die CD komplett in DIY entstanden, inklusive extrem schicken Artwork. Da verfliegt die letzte Skepsis. Höchstes Lob an The Prosecution.
 
www.the-prosecution.de

VÖ:22.12.2007 DIY