2011/09/11

[Neuigkeiten] Let's Wrestle auf Konzertreise


Let's Wrestle aus London beehren am 21. September den Ponyhof in Frankfurt/Main. Das Trio besticht durch naturbelassenenen Indie-Rock mit einem Hang zu ohrwurmtauglichen Melodien. Und das sagen Let's Wrestle über sich selbst: "...ultimately trying to be as raw as possible and they try to write songs that make your soul crumble as well as making you smile, sing along and clap your hands". Das hört sich doch nach einem lustigen Abend an.

Die Band wird ihr neues Album "Nursing Home" vorstellen, welches bei berühmt-berüchtigen Gazetten wie der NME, Drowned in Sound, BBC Collective etc. mit Lobeshymnen überschüttet wurde.


2011/09/02

[Platten] Talking To Turtles -Oh, The Good Life

Bei einem Blick auf das Cover von Talking To Turtles‘ aktuellem Album „Oh, The Good Life“ könnte man glatt auf die Idee kommen, dass hier eine weitere Band aus dünn besiedelten amerikanischen Staaten einer in der Waldhütte aufgenommenen Folk-Platte, die den perfekten Soundtrack für den Herbst bieten könnte, den Weg in die Plattenregale gebahnt hat. Mit diesen ersten Annahmen liegt man nur teilweise ziemlich daneben.

Die aus Claudia Göhler und Florian Sievers bestehende Band kommt nämlich zwar aus Berlin, hat aber nach dem Erfolg ihres Debüts „Monologue“ für den Zweitling auf illustre Beihilfe zugreifen können. Ein wenig Namedropping gefällig? Aufgenommen wurde „Oh, The Good Life“ zum Teil in den Avast!-Studios in den Seattle, in denen schon Bands von Soundgarden bis The Shins ihre Platten einspielten, gemischt wurde das Ganze von Eric Corson, dem Bassist der Long Winters, und das Mastering erfolgte durch Doug Van Sloun in Omaha im Staate Nebraska  wo der findige Indie-Kenner natürlich den Dunstkreis des Saddle Creek-Labels (Bright Eyes, Cursive, etc) erschnuppert.

2011/08/22

[Neuigkeiten] The Sea (UK) mit neuem Album

The Sea von der Insel veröffentlichen am 09.09.2011 ihr neues Album "Rooftops". Man darf gespannt sein, was einen erwartet. Die neue Single "Emily's Waltz klingt auf jeden Fall vielversprechend lässt auf ein ekletisches Werk hoffen. Erfrischender Pop mit orchestralen Einschlägen. Und auch die Wahl des Produzenten John Cornfield, der schon für Muse und Razorlight arbeitete, lässt alles andere als ein 0815-Album erwarten.

Hier gibt es Emily's Waltz zum anhören.

Im übrigen in naher Zukunft auch auf der Bühne zu begutachten:

23.08. Potsdam – Waschhaus
26.08. Bremen – Übersee Festival
27.08. Flensburg – Seaside Rendezvous Festival
24.09. Hamburg – Reeperbahn Festival
08.10. Karlsruhe – Kohi
13.10. Offenbach – Hafen 2
15.10. Clausthal Zellerfeld – Kellerclub




2011/08/18

[Platten] Socalled - Ghettoblaster

Es regnet. Nicht nur in wässriger Form vom Himmel, nein, auch durchschnittliche bis schlechte Alben in die
Regale dieser Republik. Lichtblicke wie "XOXO" oder "Take Care, Take Care, Take Care" werden entweder übermässig gehypt oder in weitaus renommierteren Magazinen mit größerer Breitenwirkung besprochen. Was bleibt da für ein Nischenmagazin wie Benzol?

Und nun taucht "Ghettoblaster" vom Montrealer Rapper Socalled in meinem Briefkasten auf und offenbart den sprichwörtlichen Silberstreif am Horizont.

Jüdischer Rap. Socalled. Noch nie gehört. Also mal die Übermaschine Google bemühen. Was dabei rauskommt ist überraschend. Das Album ist bereits 2007 in Kanada veröffentlicht worden. In der Vergangenheit gab es Kooperationen mit den Wu-Tang Leuten, es hagelt Preise und Anerkennung. In Deutschland ist Josh Dolgin alias Socalled noch nicht übermäßig bekannt. Was sich doch bitte ändern sollte.

Das Intro experimentiert mit einer Menge Samples und einem lässigen Beat. "(These are the) Good Old Days" setzt auf Blasinstrumente die jeder Balkan-Brass-Band Ehre machen und einem catchy Chorus. "Let's get wet" greift diese Thematik auf und lässt sich ohne Probleme mit Bands wie Balkan Beat Box vergleichen.

"You are Never Alone" kommt mit 20er Jahre Hook, lässig eingestreutem Klavier und Sängerin daher und fährt ganz dicke Geschütze auf. Sonntagnachmittag Klavierparts, jede Menge Raps auf Englisch und Jiddisch sowie eine schier endlose Instrumentalfraktion mischen sich zu einem Cocktail, der jüdische Tradition mit zeitgemäßen Hip-Hop verbindet und sicherlich Hörer vieler Musikrichtungen gefallen dürfte.

Da bricht er also auf der wolkenverhangene Himmel auf dem Planeten der stumpfen Tristesse. Und was da zum Vorschein kommt, macht echt Spass.    

VÖ: 16.09.2011 Haldern Pop / Cargo